{"id":256,"date":"2018-01-30T22:50:30","date_gmt":"2018-01-30T21:50:30","guid":{"rendered":"http:\/\/wp01.zphkinder.de\/?p=256"},"modified":"2018-01-30T22:50:30","modified_gmt":"2018-01-30T21:50:30","slug":"drei-leben-nach-dem-gau","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/zphkinder.de\/en\/drei-leben-nach-dem-gau\/","title":{"rendered":"Drei Leben nach dem GAU"},"content":{"rendered":"<p>Ausstellung zum 25. Jahrestag der Tschernobyl-Katastrophe und Spendenaktion<br \/>\nVon Anthoula Grigoriadou<\/p>\n<p>KASSEL. Ernst, nachdenklich und etwas traurig schaut Swetlana auf dem Bild. Was geht in ihrem Kopf vor? Bei der Er\u00f6ffnung der Ausstellung &#8222;Wunden heilen langsam &#8211; drei Leben danach&#8220; in der Kasseler Vers\u00f6hnungskirche ging es um drei Kinderschicksale nach dem Katastrophentag in Tschernobyl.<br \/>\n&#8222;Es ist nun 25 Jahre her, dass sich das Leben vieler Menschen von einem Tag auf den anderen ver\u00e4ndert hat&#8220;, sagt Jochen Ziemer, Sprecher der Kasseler Au\u00dfenstelle der Tschernobyl-Initiative Sch\u00f6ppenstedt. Wie soll eines so schrecklichen Ereignisses gedacht werden? Mit Informationen \u00fcber die vielen Toten? \u00dcber die schrecklichen Krankheiten, unter denen noch in vielen Jahren die Kinder und Kindeskinder der zun\u00e4chst Betroffenen leiden werden?In den Bildern von Dietrich Wegener fanden die Veranstalter das, was sie gesucht hatten. Keine Provokation, keine verst\u00fcmmelten K\u00f6rper oder Zeichnungen von Explosionen. Nein. Dietrich Wegener zeit in 60 ausgestellten Werken auf eine fast schon z\u00e4rtliche Weise das Leben dreier Kinder: Swetlana, Irina und Olga. Sch\u00f6ne, fr\u00f6hliche Momente, wie die, als das M\u00e4dchen zu einer Erholungsreise nach Deutschland geschickt werden. Aber auch traurige, schmerzvolle Augenblicke, die Olgas Vater zeigen, wie er mit einer Wodkaflasche in sich versunken am K\u00fcchentisch sitzt. Hoffnungslos, gezeichnet von der Katastrophe.&#8220;Zwei Ereignisse haben die Tschernobyl-Katastrophe zur Aktualit\u00e4t gebracht&#8220;, sagte Dekanin Barbara Heinrich. &#8222;Zum einen die Ereignisse in Fukushima. Und zum anderen die dringend notwendige Betonh\u00fclle um den Katastrophenreaktor von Tschernobyl.&#8220;<br \/>\nEinige der 100 Besucher der Ausstellungser\u00f6ffnung erinnerten sich an die Situation in Kassel nach dem Super-GAU vor 25 Jahren. &#8222;Die Spielpl\u00e4tze waren leer und die Kinder durften sich nur drinnen aufhalten&#8220;, sagte Martina Wetzel-Heuckeroth. Die Ereignisse in Fukushima allerdings erlebt sie um einiges Intensiver. &#8222;Ich mache mir Sorgen um meine Familie. Ulrich und Heike Huster erinnerten sich an eine gro\u00dfe Unsicherheit. &#8222;Die Informationen waren sp\u00e4rlich. Es war zwar klar, dass man nicht von heute auf morgen krank werden w\u00fcrde, aber die Situationen war doch erschreckend.&#8220;<br \/>\nEinig waren sich die Veranstalter in einer Sache: Gedenken allein bringt nichts. Und so starteten sie eine Spendenaktion unter dem Motto &#8222;Euros zu Vitaminen&#8220;. Das Geld kommt dem Kindererholungsheim Nadeshda in Wei\u00dfrussland zugute. &#8222;Damit sollen gesunde Nahrungsmittel eingekauft werden&#8220;, sagte Jochen Ziemer.<\/p>\n<p>Artikel: HNA<br \/>\nFoto: Grigoriadou<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" class=\"aligncenter size-full wp-image-257\" src=\"https:\/\/zphkinder.de\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/11_04_29_drei_leben_nach_dem_gau.jpg\" alt=\"\" width=\"600\" height=\"849\" srcset=\"https:\/\/zphkinder.de\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/11_04_29_drei_leben_nach_dem_gau.jpg 600w, https:\/\/zphkinder.de\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/11_04_29_drei_leben_nach_dem_gau-212x300.jpg 212w, https:\/\/zphkinder.de\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/11_04_29_drei_leben_nach_dem_gau-103x146.jpg 103w, https:\/\/zphkinder.de\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/11_04_29_drei_leben_nach_dem_gau-35x50.jpg 35w, https:\/\/zphkinder.de\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/11_04_29_drei_leben_nach_dem_gau-53x75.jpg 53w\" sizes=\"(max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ausstellung zum 25. 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