Schmerzfrei zurück nach Afghanistan

Schmerzfrei zurück nach Afghanistan

Der achtjährige Rahim wurde in Kassel operiert – Unterstützer spendeten 20.000 Euro

Kassel. Endlich zurück zur Familie: Der achtjährige Rahim aus Afghanistan freut sich, den Weg in sein Heimatland anzutreten. Der Junge wurde nach einem schweren Unfall in Afghanistan seit Anfang November im Kinderkrankenhaus Park Schönfeld behandelt. Heute geht es zunächst ins Friedensdorf nach Oberhausen, von dort fliegt er mit anderen Kindern zurück nach Afghanistan. Menschen aus Nordhessen haben die Behandlung Rahims mit über 20 000 Euro unterstützt.

Nach einem Spendenaufruf waren 7750 Euro auf dem Konto des Vereins „Hilfe für Kinder und Erwachsene im Krankenhaus“ eingegangen. Weitere 7500 Euro hat der Verein aus eigenen Mitteln beigesteuert und 5000 Euro kamen vom Verein „Zahnärzte und Patienten helfen Kindern in Not“.

Rahim war in seiner Heimat von einem Traktor überrollt worden und hatte dabei Brüche und schwerste Verletzungen am Unterleib erlitten. Die Organisation Friedensdorf International hatte den Jungen mit 90 anderen Kindern aus Afghanistan zur Behandlung nach Deutschland geholt. Wegen der Schwere seiner Verletzungen wurde Rahim im November in das Kinderkrankenhaus Park Schönfeld verlegt.

„Die großflächigen Wunden Rahims sind inzwischen gut abgeheilt“, berichtet Dr. Joachim Suß, Oberarzt in der Kinderchirurgie. „Bei mehreren Operationen wurden etliche der Verletzungen an Harnröhre und Darm behoben.“ Eine letzte größere Operation steht in einem Jahr an, und es ist mit der Organisation Friedensdorf bereits abgesprochen, dass Rahim dann wieder nach Kassel kommt.

„Durch die Behandlung konnten wir Rahim von seinen Schmerzen befreien und ihm somit zu einer etwas unbeschwerteren Kindheit verhelfen“, sagte Dr. Thomas Fischer, Vorsitzender des Vereins „Hilfe für Kinder und Erwachsene im Krankenhaus“.

Für den Verein „Zahnärzte und Patienten helfen Kindern in Not“ begründet Vorstandsmitglied Evelin Bernhard die Unterstützung Rahims so: „Es ist in vielen Regionen der Welt keine Selbstverständlichkeit, dass kranke Kinder ausreichend medizinisch versorgt werden, daher leisten wir bei schweren Schicksalen unbürokratisch Hilfe.“ (hai)

 

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